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"Wie weiter in Europa? Forum Mitteleuropa

Es ist die 10. Ausgabe des Forums Mitteleuropa, diesjähriges Gastgeberland ist Österreich. Seit 2011 werden in Zusammenarbeit mit nationalen Parlamenten regelmäßige Zusammenkünfte mit Partnern aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Österreich organisiert.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und der Präsident des Sächsischen Landtags Matthias Rößler eröffneten die Konferenz "Wie weiter in Europa?", die im Rahmen dieses Forums diesmal in Wien im Parlament in der Hofburg stattfindet.

Sobotka: Blick für Zukünftiges, Vergangenheit nicht ausblenden

Für das Thema Mitteleuropa sollte der Blick zurück den Blick für Zukünftiges öffnen, die Vergangenheit dürfe aber nicht ausgeblendet werden, betonte Nationalratspräsident Sobotka in seiner Begrüßung. Er gab historische Einblicke zur Situation zwischen Ost und West und erinnerte daran, dass es neben unterschiedlichen Entwicklungen in den Ländern Europas auch unterschiedliche Zugänge zum selben Thema gibt. Es brauche das Bewusstsein dafür, dass dieses Europa nicht immer an einem Strang zieht, sondern dass Menschen in ihren Heimaten durch lange Geschichte verwurzelt sind, so Sobotka. Zugleich sehe er das als Chance, Europa auch immer wieder neu zu erklären.

"Das Forum Mitteleuropa begeht sein zehntes Jubiläum", so der Präsident des Sächsischen Landtags und Initiator des Forums Matthias Rößler. Die Initiative habe zum Ziel, mitteleuropäische Akzente stärker ins Bewusstsein zu heben und ein Band des geistigen Austauschs und der Verständigung zu knüpfen. Im Hinblick etwa auf Missverständnisse im Ost-West-Verhältnis sprach er von einer Verantwortung, Europa zu gestalten. Europa müsse sich darüber einig sein, dass Streitphasen zwar wichtig sind, aber hin zur Stabilität gelöst werden müssen. Europa dürfe sich weder von außen noch von innen auseinanderbringen lassen, so Rößler.

Ein Themenblock widmet sich unter der Überschrift "Europa nach der Pandemie - Aufbruch oder Vertrauenskrise?" dem Umgang mit der Pandemie in Europa und Mitteleuropa ebenso wie dem gemeinsamen europäischen Weg danach. Der zweite Teil der Konferenz zum Thema "Europa im 21. Jahrhundert - moderner, nachhaltiger, globaler?" stellt unter anderem die Frage, wo Europa jetzt steht und welchen Perspektiven bzw. Herausforderungen es sich in den kommenden Jahren gegenübersieht.