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Ende der kostenlosen Corona-Tests

Wer ins Restaurant oder in den Club möchte, muss geimpft, getestet oder genesen sein – diese 3G-Regel findet auch im Freistaat in diversen Einrichtungen Anwendung. Für Ungeimpfte wird es nun teuer: Ab diesem Montag kosten Corona-Tests Geld. Dennoch müssen nicht alle zahlen.
Vorgesehen sind einige Übergangsregeln. So können Kinder von 12 bis 17 Jahren und Schwangere noch bis 31. Dezember mindestens einen Test pro Woche gratis machen. Auch Kinder unter 12 können sich weiter kostenlos testen lassen, denn für sie gibt es keinen Impfstoff.

Der Bund stellt die Finanzierung der sogenannten Bürgertestung ein. Ungeimpfte, die den Testnachweis etwa für Kosmetik, Friseur oder Gaststättenbesuch brauchen, müssen ihn jetzt selbst bezahlen. Der Preis fällt je nach Anbieter unterschiedlich aus.

Hilfsorganisationen fahren Betrieb runter

35 Euro kostet ab sofort der Schnelltest in den Zentren des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Den gibt es beispielsweise weiter in vier Testzentren des DRK Kreisverbandes Meißen. Die Anlaufstellen werden mit unveränderten Öffnungszeiten mindestens bis zum 31. Oktober geöffnet bleiben, wie Kreisgeschäftsführer Christoph Ruppert versichert. Er rechnet aber mit einer geringen Nachfrage. "Die aktuellen Vorgaben des Gesetzgebers bewahren uns leider nicht vor der Gefahr eines defizitären Betriebs der Testzentren", so Ruppert. Deshalb wolle man in den nächsten Tagen über die Weiterführung der Angebote entscheiden.

Auch bei den Johannitern sind längst nicht mehr alle Testzentren offen, wie Sebastian Späthe von der Johanniter-Unfall-Hilfe informiert. Die Verbände Meißen/Mittelsachsen und Leipzig Nordsachsen haben laut Späthe keine Angebote mehr. Die Teststation im Dresdner Kulturpalast, wo sich in der Vergangenheit häufig Warteschlangen bildeten, bleibt. 25 Euro kostet hier der Schnelltest.

Die Erste Hilfe Schule Dresden hält das Testcenter in Dresden-Pieschen geöffnet. 15 Euro werden hier pro Test fällig. "Wir behalten uns natürlich vor, diesen Preis gegebenenfalls anzupassen", teilt Geschäftsführer Karsten Olzmann mit. Das Testmobil der Firma stehe ebenfalls bereit und könne etwa für Events gebucht werden.

Wichtige Adresse für Corona-Schnelltests bleiben die Apotheken: "Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der sächsischen Apotheken auch weiterhin Corona-Schnelltests anbieten wird, da bestimmte Personen noch immer Anrecht auf kostenlose Schnelltests haben, wenn diese nicht geimpft werden können oder keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt", sagt Kathrin Quellmalz vom Sächsischen Apothekerverband.

In Dresden testen beispielsweise die Sophien-Apotheke und die Apotheke am Ei über den 11. Oktober hinaus. Preislich werde der Antigenschnelltest bei 12,50 Euro liegen, informiert die Chefin Steffi Mattheus. Welche Apotheken den Service weiterführen, hänge auch von den räumlichen Gegebenheiten, den personellen Ressourcen und der Nachfrage ab, betont Quellmalz vom Landesapothekerverband.

Einen Überblick, wo man in Sachsen noch Testmöglichkeiten findet, zeigt die deutschlandweite Schnellteststellensuche von den Entwicklern der Corona-Warnapp. Die Internetseite werde täglich aktualisiert, so das Versprechen der Portalbetreiber.